Arbeitssicherheit Vergütung von Berufskrankheiten: Was Sie jetzt wissen müssen

Berufskrankheiten gehören zu den häufigsten medizinischen Problemen, mit denen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen als Versicherte der DGUV oder der Berufsgenossenschaften aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit am Arbeitsplatz konfrontiert sind. Sie haben Jahr für Jahr hohe Kosten verursacht. Ein Ende ist nicht absehbar, weil nichtpräventierte Berufskrankheiten wiederaufleben. Sie sind nicht über die private Unfallversicherung, sondern nur über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt.

Entsprechend lang ist die Liste von Verordnungen, und entsprechend langwirig ist ihre Anerkennung. Die Vergütung von Berufskrankheiten spielt deshalb eine zentrale Rolle bei der Prävention. Bereits kleine Unternehmen mit mehr als einem Mitarbeiter sind gesetzlich dazu angehalten, sich mit der Verhütung von Berufskrankheiten intensiv auseinanderzusetzen. Die Bundesregierung will mit präventiven Maßnahmen die Entstehung von Berufskrankheiten verhindern, deren Kosten sonst von der Gesellschaft getragen werden müssten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie als Unternehmen tun müssen, um den gesetzlichen Anforderungen Folge zu leisten und im Falle einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaften Bußgelder zu vermeiden.

Falls Sie gerade durch eine Berufsgenossenschaft, sie ist der zuständige Unfallversicherungsträger, kontrolliert werden, stehen Ihnen die Experten der Deutschen Mittelstandsschutz GmbH zur Verfügung. Im kostenlosen E-Book „Arbeitssicherheit in Kleinstunternehmen – Was muss ich wissen, wenn meine Berufsgenossenschaft bei mir klingelt?“ erfahren Sie, was Sie jetzt tun und welche Unterlassungen Sie vermeiden müssen. Der Online-Kostenrechner der Deutschen Mittelstandsschutz GmbH gibt Ihnen schnelle Auskunft über die Kosten, die für Sie und Ihr Unternehmen entstehen.

Beispiele für die Vorbeugung von Berufskrankheiten

Viele Unternehmen fragen sich, wie kann ich Berufskrankheiten einfachen Mitteln vorbeugen? Wie kann ich durch einfache, kostengünstige und effiziente Maßnahmen die Gesundheit meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen schützen? Drei Beispiele aus der Praxis der Deutschen Mittelstandsschutz GmbH:

  • wie ein Handwerksbetrieb Rückenschäden vorbeugt: Nachdem ein Mitarbeiter wegen eines Bandscheibenvorfalls für längere Zeit ausfiel, erhielt der Kunde der Deutschen Mittelstandschutz GmbH Besuch von der Berufsgenossenschaft. Beanstandet wurde das Fehlen einer Gefährdungsbeurteilung, fehlende betriebsärztliche Beratung und fehlende Mitarbeiterunterweisungen für das Heben schwerer Lasten. Das Problem: Das Materiallager des Unternehmens befand sich in einer der hinteren Ecken des Betriebs. Auch größere Lasten konnten nur getragen werden, in dem sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tief herunterbeugten und ihre Körper dabei drehten. Für den Betriebsarzt war die Verbindung zum Bandscheibenvorfall des Mitarbeiters kein Zufall. Gemeinsam mit der Deutschen Mittelstandschutz GmbH führte das Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung durch, die darauf abzielte, schnelle, einfache und effiziente Maßnahmen zur Vorbeugung von Berufskrankheiten zu entwickeln. Das Materiallager wurde an einen anderen Ort in der Werkstatt verlegt. Für schwere Lasten wurde ein Lastenroller angeschafft. Das Unternehmen sorgte dafür, dass Mitarbeitende das Lager mit dem Roller mühelos erreichen konnten.
  • Burnout-Prävention in einem Startup: Berufsbedingte Krankheiten treten auch dort auf, wo es wenige vermuten, beispielsweise in einem Technologie Startup, in dem die Stressbelastung extrem hoch ist. Eine Mitarbeiterin eines Startup drohte wegen dauerhafter Überlastung für längere Zeit wegen eines Burnout krankgeschrieben zu werden. Sie hatte zuvor mehr als eineinhalb Jahre zwischen 14 und 16 Stunden täglich gearbeitet. Auch am Wochenende erhielt sie laufend Nachrichten über Whats App und E-Mail. Da das Unternehmen zahlreiche neue Kunden dazugewonnen hatte, wurde ihre Arbeitsbelastung immer größer. Sie wurde häufiger krank. Bei einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft wurde die mangelnde Prävention von Berufskrankheiten bemängelt. Durch die Gefährdungsbeurteilung kam heraus, dass zahlreiche Mitarbeitende Stress als einen ihrer Hauptbelastungsfaktoren angaben. Als schnelle, kostengünstige und effiziente Maßnahme wurde mit der Geschäftsleitung vereinbart, regelmäßig Mitarbeiterunterweisungen zum Umgang mit Stress durchzuführen. Außerdem wurde eine webbasierte Internetplattform aufgesetzt, auf der Mitarbeitende Projekte und Aufgaben strukturiert bearbeiten konnten. Dies verminderte die Zahl von Whats App-Nachrichten und E-Mails – gerade auch am Wochenende – drastisch.
  • Hautkrankheiten bei einem Reinigungsunternehmen: Der Inhaber eines Reinigungsunternehmens dachte, er habe alles zur Vorbeugung von Berufskrankheiten bei Mitarbeitenden getan. In seinem Unternehmen arbeiten die Beschäftigten mit Reinigungsmitteln für unterschiedliche Bereiche. Vielfach setzen sie Spezialreiniger ein, um besonders stark verschmutzte Räume und Gegenstände zu reinigen. Vermehrt kam es zu Hauterkrankungen. Ein Teufelskreis begann: immer häufiger meldeten sich Mitarbeitende krank. Sie mussten kurzfristig durch andere ersetzt werden, die neu eingearbeitet werden mussten. Außerdem wechselten die Einsatzorte und damit der Umgang mit unterschiedlichsten Arten von Reinigungsmitteln stark. Für Mitarbeitende existierten im Lager Schilder mit Warnhinweisen in mehreren Sprachen. Bei einer Überprüfung durch die Berufsgenossenschaft konnte der Unternehmer jedoch nicht nachweisen, dass seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen diese Hinweise auch wirklich lesen und verstehen. Nach Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung wurde mit dem Unternehmen vereinbart, regelmäßige Mitarbeiterunterweisungen durchzuführen. In diesen Unterweisungen mussten die Mitarbeiter Fragen zum Verständnis im Umgang mit den Reinigungsmitteln und den bestehenden Gefährdungen beantworten. Damit konnte sichergestellt werden, dass auch neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beziehungsweise Beschäftigte an wechselnden Einsatzorten eine Mitarbeiterunterweisung erhielten. Die Zahl von berufsbedingten Ausfällen durch Hauterkrankungen sank in den folgenden Monaten merklich.

Diese drei Beispiele zeigen, wie schnell und einfach Unternehmen Maßnahmen zur Vorbeugung von Berufskrankheiten treffen können. Neben dem Gewinn an Rechtssicherheit für das Unternehmen hat die intensive Auseinandersetzung mit der Vorbeugung von Berufskrankheiten für Unternehmen einen weiteren großen Vorteil: geringere Ausfallzeiten durch berufsbedingte Krankheiten, weniger administrativer Aufwand für die Suche nach neuem Personal und eine Erhöhung der Planungssicherheit. Letztlich ist die intensive Auseinandersetzung mit der Vorbeugung von Berufskrankheiten ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen.

Hilfe bei der Vorbeugung von Berufskrankheiten

Die Deutsche Mittelstandsschutz GmbH bietet unterschiedliche Lösungen und Hilfen zur Vorbeugung von Berufskrankheiten an. Durch eine Gefährdungsbeurteilung werden die wesentlichen Gefahren für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Ihrem Unternehmen ermittelt. Nicht nur in Bezug auf Gefahrstoffe, sondern für möglichst alle Gefahren, Gefährdungen und möglichen Risiken. Durch die Erstellung einer solchen Gefährdungsbeurteilung gewinnt Ihr Unternehmen bereits Rechtssicherheit. Gemeinsam werden schnell wirksame und kostengünstige Maßnahmen entwickelt, mit denen Berufskrankheiten vorgebeugt werden kann. Dazu zählen beispielsweise Online-Mitarbeiter-Unterweisungen, die sofort verfügbar sind und Mitarbeitenden wertvolle Tipps zur Vorbeugung von Berufskrankheiten geben. Für Unternehmen, für die Bestellung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi) oder eines Betriebsarztes erforderlich ist, kann eine schriftliche Bestellung schnell und einfach erfolgen. Mit diesem Formular können Sie direkt Kontakt aufnehmen. Sie können sich online über Kosten informieren und dazu den Kostenrechner nutzen.

Soforthilfe bei Betriebsprüfungen

Hat die Berufsgenossenschaft eine Kontrolle Ihres Unternehmens angekündigt?

Oder liegen vielleicht bereits Fristsetzungen für den Nachweis geeigneter Sicherheitsmaßnahmen oder sogar Bußgeldandrohungen vor?

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