Arbeitssicherheit Was ist betrieblicher Gesundheitsschutz?

Zu den wichtigsten Komponenten des Arbeitsschutzes fehlt der betriebliche Gesundheitsschutz für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Unternehmen. Grundlage ist das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG), das Unternehmen dazu verpflichtet, Verantwortung für die Gesundheit von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu übernehmen. Selbst Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten müssen nachweisen, dass ein betrieblicher Gesundheitsschutz implementiert und ein Betriebsarzt schriftlich bestellt wurde. Unternehmen, die durch eine Berufsgenossenschaft kontrolliert werden und nicht nachweisen können, dass im Unternehmen ein betrieblicher Gesundheitsschutz existiert, müssen mit hohen Bußgeldern rechnen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Aufgaben ein betrieblicher Gesundheitsschutz hat und wie sie einen Betriebsarzt bestellen können.

Warum betrieblicher Gesundheitsschutz?

Jedes Jahr erkranken in Deutschland eine besorgniserregende Anzahl Menschen erstmalig an Krankheiten, die unmittelbar dem Arbeitsumfeld zuzuordnen sind und die zu Arbeitsausfällen führen: Psychische Belastungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, beispielsweise im Gesundheitsbereich, Rückenerkrankungen für Angestellte im kaufmännischen Bereich oder Schäden durch körperliche Arbeit, beispielsweise in der Logistik.

Betrieblicher Gesundheitsschutz ist als Prävention gegen berufsbedingte Krankheiten gedacht. Auch sollen Arbeitsunfälle vermieden werden. Betrieblicher Gesundheitsschutz hat auch für Arbeitgeber oft nicht genannte Vorteile: Das Unternehmen wird von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen als fürsorglich wahrgenommen, Motivation und Leistungsbereitschaft steigen nachweislich. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein nicht zu unterschätzender Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Unternehmen müssen dazu schriftlich einen Betriebsarzt bestellen und dies bei einer Kontrolle gegenüber der Berufsgenossenschaft nachweisen.

Der Betriebsarzt berät das Unternehmen in Fragen der Prävention und des Gesundheitsschutzes, beispielsweise zu gesundheitsfördernden Maßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen oder bei der Prävention im Zusammenhang mit psychischen Belastungen. Das Arbeitsschutzgesetz (ASIG) und die ergänzende die DGUV 2 schreiben für Unternehmen eine Regelbetreuung vor. Nicht alle Unternehmen werden nach festen Einsatzplänen betreut, vielmehr erfolgt die arbeitsmedizinische Betreuung gemäß der im Betrieb vorliegenden Gefährdungen. Grundlage dafür ist die sogenannte Gefährdungsbeurteilung, in der alle potenziellen Gesundheitsrisiken für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aufgelistet werden. In unseren Artikeln zur DGUV-2-Vorschrift zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung erfahren Sie mehr.

Wichtig für Unternehmen jeder Größe ist es jedoch zu wissen, dass die schriftliche Bestellung eines Betriebsarztes bereits ab einem Mitarbeiter beziehungsweise ab einer Mitarbeiterin verpflichtend ist. Die Deutsche Mittelstandsschutz GmbH macht die Bestellung eines Betriebsarztes und damit den Aufbau einer betrieblichen Gesundheitsförderung schnell, einfach und kostengünstig möglich. Bei einer Kontrolle setzt die Berufsgenossenschaft kurzfristig einzuhaltende Fristen, in der Regel 14 Tage nach Übersendung des Mängelberichtes. Die Deutsche Mittelstandsschutz GmbH unterstützt Unternehmen durch schnelle Hilfe dabei, diese Fristen einzuhalten und Bußgelder zu vermeiden. Wie groß die Kosten sind, können Sie in unserem Online-Kostenrechner kalkulieren, den sich hier finden.

Soforthilfe bei Betriebsprüfungen

Hat die Berufsgenossenschaft eine Kontrolle Ihres Unternehmens angekündigt?

Oder liegen vielleicht bereits Fristsetzungen für den Nachweis geeigneter Sicherheitsmaßnahmen oder sogar Bußgeldandrohungen vor?

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