Arbeitssicherheit Ausbildung von Brandschutzhelfern: So gelingt es schnell, einfach und sicher

Die gesetzlichen Vorgaben zum Arbeitsschutz sehen vor, dass Unternehmen Brandschutzhelfer ausbilden. Im Falle eines Brandes im Betrieb sind diese im Umgang mit Feuerlöschern geschult, können Brandherde bekämpfen und die Evakuierung von Mitarbeitern anleiten. Die Ausbildung von Brandschutzhelfern zählt zu den wichtigsten Maßnahmen, mit denen Unternehmen den Anforderungen der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.2 Folge leisten.

Unternehmen, die keine Brandschutzhelfer ausbilden, müssen bei einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft mit zum Teil erheblichen Bußgeldern rechnen. Selbst Unternehmen mit nur einem sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter müssen Brandschutzhelfer ausbilden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den gesetzlichen Vorschriften schnell, einfach und rechtssicher Folge leisten können. Was Sie tun müssen, falls die Berufsgenossenschaft bei Ihnen im Unternehmen bereits Kontrollen angekündigt oder durchgeführt hat, erfahren Sie im kostenlosen E-Book „Diese 12 Punkte müssen Sie wissen, wenn Ihre Berufsgenossenschaft bei Ihnen klingelt“. Das kostenlose E-Book können Sie hier herunterladen.

Wer muss Brandschutzhelfer ausbilden?

Brandschutzhelfer auszubilden, liegt in der Verantwortung aller Unternehmen. Das gilt auch für Kleinstbetriebe. Gemäß der gesetzlichen Vorschriften muss demnach beispielsweise ein Steuerberater mit nur einer festangestellten Aushilfe bereits einen Brandschutzhelfer ausbilden. Größere Unternehmen müssen mehrere Brandschutzhelfer ausbilden. Die korrekte Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von 5 % der Beschäftigten, mindestens jedoch einer, ist in der Regel ausreichend. Eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern kann zum Beispiel in Bereichen mit erhöhter Brandgefährdung, bei der Anwesenheit vieler Personen sowie bei größerer räumlicher Ausdehnung ihres Unternehmens notwendig sein. Auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter durch Urlaub, Krankheit etc. sind stets zu berücksichtigen.

Die Ausbildung von Brandschutzhelfern ist Teil der gesetzlichen Anforderungen an Unternehmen. Damit sorgt der Gesetzgeber für sichere Arbeitsplätze – ebenfalls in Kleinstbetrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern. Auch wenn die Ausbildung von Brandschutzhelfern beispielsweise für den selbstständigen Steuerberater mit einer angestellten Fachkraft übertrieben und als unnötige bürokratische Anforderung verstanden werden kann, konnte durch die Ausbildung von Brandschutzhelfern die Sicherheit an Arbeitsplätzen in den vergangenen Jahren drastisch erhöht werden. So ist seit den 1970-er Jahren die Anzahl von Mitarbeitern in Unternehmen mit regelmäßig geschulten Brandschutzhelfern, die durch Brände verletzt, arbeitsunfähig oder getötet wurden, um mehr als 90 % zurückgegangen. Die Ausbildung zum Brandschutzhelfer ist regelmäßig alle drei Jahre – gegebenenfalls mit neuen Kollegen – zu wiederholen.

Ausbildung von Brandschutzhelfern: So geht es

Brandschutzhelfer ausbilden, dies kann auf mehrere Arten erfolgen: Durch qualifizierte Einweisungen, beispielsweise durch externe Brandschutzexperten, die dem Unternehmen beratend zur Verfügung stehen. Auch können Online-Trainings durchgeführt werden. Sehr wirksam ist eine Ausbildung von Brandschutzhelfern mit echtem Feuer. Im Falle eines Brandes im Unternehmen ist es von Vorteil, wenn Brandschutzhelfer reale Brandsituationen bereits erlebt und durchgespielt haben. Die Deutsche Mittelstandsschutz GmbH bietet solche Trainings an. Informationen darüber finden Sie hier.

Im Falle einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft eignen sich Onlineschulungen, mit denen Unternehmen nachweisen können, dass sie Brandschutzhelfer ausbilden. Die Ausbildung von Brandschutzhelfern gehört damit zu den Maßnahmen, mit denen Unternehmen schnell und einfach ihren Verpflichtungen zum Arbeitsschutz nachkommen können. Wie Sie im Falle einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft Ihren Pflichten nachkommen können, erfahren Sie im kostenlosen Ratgeber „Diese 12 Punkte müssen Sie wissen, wenn Ihre Berufsgenossenschaft bei Ihnen klingelt“. Diesen Ratgeber können Sie hier herunterladen. In diesem kostenlosen E-Book erfahren Sie anhand von Originalschreiben der Berufsgenossenschaften, wie eine Kontrolle verläuft und wie Sie Konsequenzen – beispielsweise die Verhängung von Bußgeldern – vermeiden können.

Ausbildung von Brandschutzhelfern: Vorteile für Unternehmen

Die Ausbildung von Brandschutzhelfern signalisiert Mitarbeitern, dass Sie sich als Arbeitgeber um die Sicherheit Ihrer Beschäftigen sorgen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels gewinnt das Thema Mitarbeiterwohl in Unternehmen deutlich an Bedeutung. Die Ausbildungen der Deutschen Mittelstandsschutz GmbH unterstreichen dies. Viele Teilnehmer haben bestätigt, dass die Ausbildung Spaß macht und das Zertifikat als ausgebildeter Brandschutzhelfer die Bindung an das Unternehmen gestärkt hat.

Ausbildung von Brandschutzhelfern: Was kostet das?

Die Ausbildung von Brandschutzhelfern ist eine gute Investition. Die Preise beginnen bei 49 Euro für Online-Schulungen und gehen bis zu 99 Euro für halbtägige Kurse mit echtem Feuer. In jedem Fall ist es für Unternehmen eine gute Investition, Brandschutzhelfer auszubilden.

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